Sperrstunde gekippt !

Die Öffnungszeiten von Bayerns Biergärten haben nicht nur in der Koalition für viel Streit gesorgt. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs ist das aber wohl ohnehin nur noch Makulatur.

München (dpa/lby) – Die Öffnungszeiten von Bayerns Biergärten und Restaurants unterliegen ab sofort keinen Vorgaben der Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Krise mehr. „Es gibt jetzt keine spezifischen Vorgaben für die Öffnungszeiten mit Blick auf die Corona-Pandemie. Das gilt ab sofort“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Faktisch gelten damit wieder die gleichen Vorgaben für die Öffnungszeiten wie vor Beginn der Krise.

Das Gesundheitsministerium in München reagierte damit am Freitag auf eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Die Richter hatten die derzeit noch geltende vorgezogene Sperrstunde ab 22.00 Uhr für Bayerns Gastronomie wegen der Corona-Pandemie vorläufig außer Vollzug gesetzt und damit faktisch dauerhaft gekippt.

Sie bewerteten die nur eingeschränkt gestattete Abgabe von Speisen und Getränken sowohl in den Innenräumen von Gaststätten als auch auf Freischankflächen von 6 bis 22 Uhr „als nicht rechtskonform“. Ein Gastwirt aus Unterfranken hatte die zeitliche Beschränkung der Bewirtung im Rahmen eines Normenkontroll-Eilverfahrens angefochten.

(Quelle: n-tv)

Das Ende der Nacht

Das Schreckgespenst: Berlin klappt jetzt noch schneller die besenreinen Bürgersteige hoch

……..Stieler wird Michelberger in ihrem schönen, allerdings eben recht leeren Hotelhof daraufhin ein Szenario ausmalen, in dem Berlins Kampf gegen das Coronavirus am Ende vor allem diese Art von Räumen zum Opfer gefallen sein wird. Auch diese Art von sozialem Leben. Von Flurbereinigungen wird die Rede sein, die nicht allen ganz unwillkommen sein werden in der Stadt, die ohnehin schon immer säuberlicher, aufgeräumter, dabei allerdings auch irgendwie hannoverartiger werde.

Von kapitalstarken Internetfirmen, die sich mit ihren Lieferdiensten bereits jetzt in die vom Lockdown geschädigte Gastronomie einzukaufen versuchen. Von Kreuzberger Nächten, die dann nicht mehr so lang werden dürften. Und von einer Verwaltung, die es künftig noch leichter haben wird, Berlins Bürgersteige besenrein für die Immobilienwirtschaft hochzuklappen, sobald es dunkel wird……….  

gilt wahrscheinlich deckungsgleich für München (SZ 13./14.)